Gesamtschule Am Lauerhaas Wesel

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Bau-Challenge Drucken

Challenge Bauprojekt

Dass der Fachkräftemangel besonders im Handwerk ein wirkliches Problem darstellt, ist weitgehend bekannt. Gerade Schüler mit einem abgeschlossenen Abitur bevorzugen meist ein Studium vor einer Ausbildung.

Insbesondere für handwerkliche Berufe interessieren sich immer weniger dieser Schüler. Dabei sind sich viele von ihnen nicht bewusst, was sie bei einer Ausbildung im Handwerk überhaupt erwarten würde. Dies versuchen verschiedene Stellen nun zu ändern. Das Bildungszentrum des Baugewerbes (BZB) macht dies mit einem Projekt, welches so das erste seiner Art ist.

 

In der Zeit vom 12.11. bis zum 16.11.2018 bekam eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen EF bis Q2 die Möglichkeit, an dem „Projekt Bauchallenge“ des BZBs in Wesel teilzunehmen. An insgesamt fünf Tagen wurden die Schüler an die Arbeitsweise eines Bauunternehmers herangeführt: Sowohl theoretisch als auch praktisch.

Am ersten Tag wurde die Schülergruppe in drei Kleingruppen eingeteilt, die im Laufe der Woche verschiedene Themen bearbeiteten, welche sie dann ihren Mitschülern präsentieren sollten. So bekamen sie die Möglichkeit, eigenständig zu recherchieren und anschauliche PowerPoint Präsentationen für die Gruppe zu erstellen. An diesem ersten Tag informierten sie sich so zum Beispiel über das Thema „Duale Ausbildung“ oder die beteiligten Gewerke bei einem Hausbau. Als nächstes war nun eine praktischere Arbeit dran. Die Kleingruppen „gründeten“ jeweils ein eigenes Bauunternehmen: Mit eigenem Konzept, eigens erstellter Website und einem eigenen Logo.

Auf diesen Unternehmen bauten so gut wie alle restlichen Aktivitäten der Woche auf.

Passend dazu erstellten die Gruppen am zweiten Tag eine erste Kostenkalkulation für ihr Unternehmen, indem sie die Kosten für Werkzeuge, Lager- und Mietpreise sowie eine Büroausstattung in einer Tabelle zusammenfassten. Auch sollten die Schülerinnen und Schüler mögliche Auftraggeber für ihre Firma über ein sogenanntes „Tinyhaus“ aufklären, also ein Haus auf sehr begrenztem Wohnraum.

An Tag drei fertigten sie eine Materialbestellung an, für welche sie nicht nur die Preise und Flächen des angegebenen Projektes berechneten, sondern auch ein entsprechend formgerechtes Bestellformular erstellen mussten. Anschließend folgte die erste praktische Arbeit mit Werkzeugen in dieser Woche. Die Gruppen bauten jeweils einen Teil der Wandmodule nach, aus denen das fertige Haus später bestehen sollte. Das bedeutete also selbst Maß nehmen, den Dämmstoff zurechtschneiden, die Holzlatten entsprechend zu sägen und alles fest zu verschrauben. Dann folgte eine Schicht Folie, um das Modell so real getreu wie möglich werden zu lassen.

Am vorletzten Tag stand schließlich der Bau des eigentlichen Tinyhauses an. Was die Schüler bis dahin nur in ihren Bauzeichnungen oder an dem Modell des 3D-Druckers sehen konnten, sollten sie nun selbst bauen. Dazu richteten sie zunächst den Schwellenbalken, also den unteren Rahmen des Hauses, nach Maß aus und begannen damit, das Steckmodell des Hauses zusammenzusetzen. Durch gute Teamarbeit stand das Haus bereits nach wenigen Stunden samt Dach, Fenstern und Türen.

Am letzten Tag des Projektes musste schließlich eine fertige Rechnung für den Kunden sowie ein Bauabnahmeprotokoll erstellt werden. In diesem Bauabnahmeprotokoll sollten die Schüler mögliche Mängel an dem Haus für den Kunden festhalten sowie die Bauarbeiten noch einmal zusammenfassen.

Insgesamt war diese Bauchallenge eine interessante Möglichkeit, eigene Erfahrungen hinsichtlich einzelner Aufgaben im Handwerk kennenzulernen.