Foto-AG im Aquazoo Düsseldorf

Auch am Ende dieses Schulhalbjahres ging es für die Schülerinnen und Schüler der Foto-AG auf eine fotografische Exkursion – dieses Mal in den Aquazoo Düsseldorf. 

Nach einer unerwartet langen Anreise mit dem Zug und der U-Bahn, welche für einige Kinder schon ein spannendes Erlebnis war, erreichten wir mit einiger Verspätung den Aquazoo. Dieser empfing uns bereits im Eingangsbereich mit einem imposanten Pottwalskelett und dem Gehege der Papageientaucher, welche erst einmal ausgiebig abgelichtet werden mussten.

Während der fotografischen Pausen nutzten die Schülerinnen und Schüler auch die neuen interaktiven Lernangebote des Aquazoos, um sich über ihre Foto-Motive zu informieren.

N. Janzen 

 

Berufsfelderkundung am Klausenhof

Für den Jahrgang 8 begann in diesem Schuljahr mit dem Start des KAoA-Programms („Kein Abschluss ohne Anschluss“) ein großer Schritt in die berufliche Zukunft. 

Nachdem die Schülerinnen und Schüler im November bereits ihre Fähigkeiten und Talente während der Potenzialanalyse entdecken und reflektieren konnten, durften sie nun im Zuge der Berufsfelderkundung verschiedene Berufsbereiche kennenlernen. Am Ende Montas Januar fuhren die Klassen der Jahrgangsstufe 8 an insgesamt drei Tagen zur Akademie Klausenhof in Hamminkeln-Dingden. Neben einer gut ausgestatteten Anlage empfing die Schülerinnen und Schüler ein professionelles Team aus Ausbilderinnen und Ausbildern, die auf verschiedene berufliche Schwerpunkte spezialisiert sind. Die Schülerinnen und Schüler konnten jeweils pro Tag einen dieser Schwerpunkte auswählen: Maschinenbau/Pneumatik, Hotel/Gastronomie, Kosmetik/Frisör, Web-Design, Mediengestaltung/PC, Hauswirtschaft, Verkauf, Büro, Erziehung und Pflege. In kleinen Gruppen lernten sie die Berufsbereiche so praxisnah wie möglich kennen. Deshalb hieß es meist, selbst anzupacken: Pizza backen, eine eigene Website gestalten, Haare waschen und färben, Gespräche mit Kundinnen und Kunden führen oder Tische eindecken wie in einem Sterne-Restaurant. 

Das waren nur einige Erfahrungen, welche die Schülerinnen und Schüler an der Akademie Klausenhof sammeln konnten. Mit vielen neuen Ideen und Anregungen für die berufliche Zukunft und das bald anstehende Betriebspraktikum in Klasse 9 ging es  wieder zurück nach Wesel. 

J. Lindenbeck

 

Jahrgansstufenfahrt nach Berlin

Die Klassenfahrt des Jahrgangs 10 der Gesamtschule Am Lauerhaas nach Berlin vom 23.01.2023 bis 27.01.2023 war eine gelungene Kombination aus historischen Einblicken und kulturellen Erlebnissen. Der Besuch der Gedenkstätten KZ Sachsenhausen und des ehemaligen Stasi Gefängnisses Hohenschönhausen gab den Schülerinnen und Schülern einen tiefen Einblick in die Vergangenheit Deutschlands und die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs sowie der DDR-Diktatur auf die Menschen.

Ein weiteres Highlight war der Besuch im Bundestag, wo die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10a, 10e und 10g die Chance hatten, mit den Abgeordneten Jan Dieren (SPD) und Bernd Reuter (FDP) über aktuelle politische Themen zu sprechen. Der Besuch des Fußballspiels Hertha BSC Berlin gegen VFL Wolfsburg im Olympiastadion von interessierten Schülerinnen und Schülern aus allen 8 Klassen ermöglichte den Schülerinnen und Schülern echte Bundesliga-Atmosphäre zu erleben.

Die Klasse 10f besuchte auf ihrem Spaziergang zur Stadterkundung auch das Pergamonmuseum auf der Museumsinsel. Hier bekamen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, einige der wichtigsten archäologischen Fundstücke aus dem antiken Griechenland, dem alten Orient und dem römischen Reich zu sehen. Diese Erfahrung gab ihnen einen tieferen Einblick in die antike Geschichte und Kultur.

Die Schülerdisco Matrix und die Führung durch die Berliner Unterwelten der Klasse 10d boten zusätzliche Möglichkeiten, die Stadt und ihre Kultur zu erkunden. Der Aufenthalt im A&O Hostel in der Nähe der Eastside Gallery in Berlin Mitte sorgte für eine gute Lage und preiswerte Unterkunft.

Insgesamt war die Klassenfahrt eine erfolgreiche Möglichkeit für die Schülerinnen und Schüler, tiefere Einblicke in die Geschichte und Kultur Berlins zu gewinnen und unvergessliche Erlebnisse zu sammeln.

B. Maaßen

 

Wir sagen: „Nein!“ …

Am 27.01. haben wir als Schule die Feier zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus mitgestalten dürfen. Im Anschluss wurde von unserer Bürgermeisterin, Frau Westkamp, und dem Jüdisch-Christlichen Freundeskreis ein Kranz am Mahnmal niedergelegt.  Dieser Kranz wurde innerhalb weniger Stunden gestohlen.

Die Tat hat viele Mitglieder der Schulgemeinde vom Lauerhaas sprachlos gemacht.  Sprachlos, weil unglaublich scheint, einen Kranz am helllichten Tag in der Weseler Innenstadt einfach so mitzunehmen, ohne dass jemand etwas bemerkt und dagegen tut. Sprachlos auch, weil unverständlich ist, warum Menschen das Gedenken an die Opfer nationalsozialistischer Verbrechen so sehr “mit Füßen treten”. 

Auf Einladung unserer Schülervertretung (SV) sind am Freitag, 03.02.2023 Vertreterinnen und Vertreter aller Klassen noch einmal am Mahnmal hinter dem Dom zusammengekommen, um damit ihre Betroffenheit und ihren Protest gegen die Missachtung des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus auszudrücken. Unterstützt wurden sie dabei von der Bürgermeisterin Frau Westkamp, von Herrn Jung vom Jüdisch-Christlichen Freundeskreis, von Frau Biebersdorf und Frau Bösing als Vertreterinnen der evangelischen und katholischen Kirche sowie von zahlreichen Weseler Bürgerinnen und Bürger.

Nach einer kurzen Rede unserer Bürgermeisterin haben unsere Schülersprecherinnen und Schülersprecher in ihrer Rede an die Verantwortung jedes Einzelnen appelliert, Sie sagten: „Wir haben in unserer Gedenkveranstaltung am 27.Januar ein Lied von Konstantin Wecker gehört. Es heißt „Sage nein!“. Wie Wecker in seinem Lied so treffend singt: "Es kann nicht sein, dass Hass die Oberhand gewinnt. Wir müssen aufstehen, wenn andere sinken“. In diesem Sinne wollen wir als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage gemeinsam ein starkes Zeichen setzen. Lasst uns heute gemeinsam zeigen, dass wir für unsere Überzeugungen eintreten und uns gegen jede Form von Gewalt und Hass stellen. […] Lasst uns gemeinsam für eine Zukunft eintreten, in der jeder Mensch frei leben kann und gleich behandelt wird.“

Als Zeichen des Protestes haben alle Anwesenden bunte Primeln um das Mahnmal gestellt. In der Rede der Schülersprecher- und sprecherinnen hieß es hierzu: „Die Blumen sind bewusst so bunt gewählt, weil wir glauben, dass unsere Gegenwart und Zukunft genau so bunt und vielfältig ist. Unser Schulmotto lautet: Es ist normal verschieden zu sein. Für dieses Motto stehen wir heute hier ein.“

Im Anschluss gedachten die Anwesenden in einer Schweigeminute noch einmal der Opfer des Nationalsozialismus.

Die Blumen am Mahnmal sollen die Weseler Bürgerinnen und Bürger eingeladen, kurz am Mahnmal zu verweilen, eine dieser Blumen mit nach Hause zu nehmen und sich so solidarisch mit dem Protest der Schulgemeinde am Lauerhaas zu zeigen. 

T. Menninghaus

 

 

Gedenkfeier an die Opfer des Nationalsozialismus

Unter dem Titel „Kunst des Überlebens – Überleben durch Kunst“ gestalteten die Schülerinnen und Schüler unserer Schule gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Ida-Noddack-Gesamtschule die diesjährige Gedenkfeier an die Opfer des Nationalsozialismus am 27.01.23 im Willibrordi-Dom. Ausrichter war die Stadt Wesel, die, vertreten durch Frau Ulrike Westkamp, neben Kirchenvertretern, Vertretern des Jüdisch-Christlichen Freundeskreis, Schülern, Lehrern sowie Interessenten, an der Gedenkfeier teilnahm.

Musikalisch untermalt wurde die Gedenkfeier durch unsere Schulband sowie dem Projektchor beider Gesamtschulen, die, geleitet von Frau Tiwary, mit Liedern wie „Imagine“,  „Blowing in the wind“ oder „Another love“ einen würdigen musikalischen Rahmen boten.

Schülerinnen und Schüler der Q2 enthüllten mit ausgewählten Texten die grausame „entartete“ Kultur im Nationalsozialismus und porträtierten die mittlerweile verstorbene Zeitzeugin Esther Bejarano, die zusammen mit Konstantin Wecker im Lied „Sage nein!“ auf die Verantwortung nachfolgender Generationen hinwies, sich gegen Fremdenfeindlichkeit zu stellen.

Dass Lieder uns in allen Lebenssituationen begleiten können, wurde durch Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrganges in einem kleinen Rollenspiel dargestellt. Geleitet von Frau Kohlhage zeigte die Gruppe ausdrucksstark sowohl Liebe und Hass als auch Versöhnung und Umkehr. Untermalt wurde das Rollenspiel durch das Lied „Music“ von John Miles.

Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrganges der Ida-Noddack-Gesamtschule luden die Besucher der Gedenkfeier dazu ein, sich mit ausgewählten Porträts von Insassen der Konzentrationslager auseinanderzusetzen. Intention war es, in sich selbst hineinzuhorchen, welche Gefühle sie in einem auslösten. Den Besuchern wurde die Möglichkeit geboten, die Gefühle am Ende der Gedenkfeier unter die Porträts zu schreiben. Die gemalten Bilder waren an den Säulen des Domes aufgefangen und zeigten teilweise auch Selbstporträts. 

Der Niederländer Paul Glaser, der bereits zum dritten Mal an der Weseler Gedenkfeier teilnahm, berichtete über seine Tante Roosje, die u.a. in Ausschwitz gewesen ist, acht Konzentrationslager überlebte und deren Erlebnisse er in einem Buch verewigte. Roosje Glaser tanzte zur Unterhaltung vor der Lagerleitung der KZs und brachte ihnen auch das Tanzen bei. Während dieser Zeit schrieb sie das „Capo-Lied“, welches im Nachhinein mehrfach vertont und während der Gedenkfeier eingespielt wurde.

Am Ende der Gedenkfeier gab es einen Lichtergang zum Mahnmal zum Gedenken an die zerstörte Weseler Synagoge und die Ermordung Weseler Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens, wo vor dem Dom ein Kranz für die Opfer des Nationalsozialismus niedergelegt wurde.

Am Nachmittag nach der Gedenkfeier wurde der Kranz von Unbekannten gestohlen. Fassungslos über diesen Diebstahl und die damit zum Ausdruck gebrachte Haltung haben wir als Schulgemeinde und als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beschlossen, am Freitag, 03.02.2023, ein Zeichen des Protestes dagegen zu setzen. Eine Abordnung unserer Schülerinnen und Schüler wird sich noch einmal zum Mahnmal begeben, um dort der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. 

G. Kohlhage und T. Menninghaus

 

 

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